Wenn du eine eigene Website oder Webanwendung hosten möchtest, ist ein Apache Webserver eine der beliebtesten und zuverlässigsten Lösungen. In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du unter Debian Linux einen Apache Webserver installierst und zum Laufen bringst.
Voraussetzungen
- Ein Debian-Server (z. B. Debian 11 „Bullseye“)
- Root-Zugriff oder ein Benutzer mit sudo-Rechten
- Grundkenntnisse im Umgang mit dem Terminal
Schritt 1: System aktualisieren
Bevor du neue Pakete installierst, solltest du dein System auf den neuesten Stand bringen:
sudo apt update && sudo apt upgrade -y
Schritt 2: Apache installieren
Die Installation ist denkbar einfach, da Apache im offiziellen Debian-Repository verfügbar ist:
sudo apt install apache2 -y
Nach der Installation wird Apache automatisch gestartet.
Schritt 3: Apache-Status prüfen
Um zu überprüfen, ob der Webserver läuft, führe folgenden Befehl aus:
sudo systemctl status apache2
Du solltest eine Ausgabe sehen, die zeigt, dass der Dienst active (running) ist.
Mit q
verlässt du die Statusanzeige.
Schritt 4: Firewall konfigurieren (optional)
Falls du die UFW-Firewall verwendest, musst du Apache freigeben:
sudo ufw allow 'Apache'
sudo ufw enable
Den Status kannst du mit folgendem Befehl prüfen:
sudo ufw status
Schritt 5: Installation testen
Öffne im Browser die IP-Adresse deines Servers, zum Beispiel:
http://deine-server-ip
Wenn alles funktioniert, solltest du die Standardseite von Apache sehen:
“It works!”
Schritt 6: Apache verwalten
Einige nützliche Befehle zum Steuern des Webservers:
- Neustarten:
sudo systemctl restart apache2
- Stoppen:
sudo systemctl stop apache2
- Beim Systemstart automatisch starten:
sudo systemctl enable apache2
Fazit
Herzlichen Glückwunsch 🎉 – du hast erfolgreich einen Apache Webserver auf deinem Debian-System installiert!
Von hier aus kannst du beginnen, eigene Webseiten unter /var/www/html/
abzulegen oder virtuelle Hosts für mehrere Domains einzurichten.
In einem kommenden Beitrag zeige ich dir, wie du Apache mit PHP und MySQL/MariaDB erweiterst, um komplette Webanwendungen wie WordPress zu betreiben.