Docker CE mit Kubernetes-Unterstützung auf Windows 10 installieren – Schritt für Schritt Tutorial

Docker ist eine beliebte Plattform zur Containerisierung von Anwendungen. Mit der Unterstützung für Kubernetes, einem leistungsstarken Orchestrierungstool, kannst du deine Container in einer verteilten Umgebung verwalten und skalieren. In diesem Tutorial zeige ich dir, wie du Docker Community Edition (Docker CE) mit Kubernetes-Unterstützung auf einem Windows 10 Rechner installierst.

Voraussetzungen

Bevor wir mit der Installation beginnen, solltest du sicherstellen, dass dein Windows 10 System die folgenden Voraussetzungen erfüllt:

  1. Windows 10 Version 1903 oder höher: Docker Desktop benötigt eine aktuelle Version von Windows 10. Überprüfe, ob dein System auf dem neuesten Stand ist.
  2. Windows Subsystem für Linux 2 (WSL 2): Docker Desktop verwendet WSL 2 für die Linux-Container. Dies muss auf deinem System aktiviert sein.
  3. Hardware-Virtualisierung: Dein System muss die Virtualisierungstechnologie unterstützen und diese muss im BIOS/UEFI aktiviert sein.
  4. Administratorrechte: Du benötigst Administratorrechte, um Docker Desktop zu installieren und einzurichten.

Schritt 1: Windows Subsystem for Linux 2 (WSL 2) aktivieren

Docker verwendet das Windows Subsystem für Linux 2 (WSL 2) als Backend. Daher musst du es auf deinem System aktivieren.

  1. Aktiviere WSL 2: Öffne eine PowerShell-Konsole als Administrator und führe den folgenden Befehl aus, um WSL und die Virtualisierungsplattform zu aktivieren:
dism.exe /online /enable-feature /featurename:Microsoft-Windows-Subsystem-Linux /all /norestart
dism.exe /online /enable-feature /featurename:VirtualMachinePlatform /all /norestart

Installiere das WSL 2 Kernel-Update: Lade das WSL 2 Linux Kernel-Update von der offiziellen Microsoft-Seite herunter und installiere es.

Setze WSL 2 als Standardversion: Setze WSL 2 als Standardversion, indem du den folgenden Befehl in der PowerShell ausführst:

wsl --set-default-version 2
  1. Linux-Distribution installieren: Gehe in den Microsoft Store und installiere eine beliebige Linux-Distribution (z.B. Ubuntu). Dies ist erforderlich, um das WSL 2 vollständig zu aktivieren.

Schritt 2: Docker Desktop für Windows installieren

  1. Docker Desktop herunterladen: Besuche die offizielle Docker-Website und lade die neueste Version von Docker Desktop für Windows herunter.
  2. Installation von Docker Desktop:
    • Führe die heruntergeladene Datei aus und folge den Installationsanweisungen.
    • Stelle sicher, dass die Optionen „Install required components for WSL 2“ und „Enable Kubernetes“ aktiviert sind.
    • Wenn die Installation abgeschlossen ist, starte Docker Desktop.
  3. Docker Desktop einrichten: Beim ersten Start von Docker Desktop wirst du aufgefordert, einige Einstellungen vorzunehmen. Achte darauf, dass:
    • WSL 2 als Backend ausgewählt ist.
    • Kubernetes aktiviert ist, falls du Kubernetes-Unterstützung benötigst. (Falls du dies nicht sofort tust, kannst du Kubernetes später in den Einstellungen aktivieren.)
  4. Testen, ob Docker läuft: Öffne eine Eingabeaufforderung oder PowerShell und führe den folgenden Befehl aus, um sicherzustellen, dass Docker korrekt installiert ist:
docker --version
  1. Dies sollte die installierte Version von Docker anzeigen.

Schritt 3: Kubernetes in Docker Desktop aktivieren

Docker Desktop bietet eine integrierte Unterstützung für Kubernetes, sodass du ein lokales Kubernetes-Cluster betreiben kannst. Um Kubernetes zu aktivieren, gehe folgendermaßen vor:

  1. Kubernetes in Docker Desktop aktivieren:
    • Öffne die Einstellungen von Docker Desktop, indem du auf das Docker-Symbol in der Taskleiste klickst und „Einstellungen“ auswählst.
    • Gehe zum Abschnitt „Kubernetes“ und aktiviere die Option „Enable Kubernetes“.
    • Docker Desktop wird Kubernetes für dich initialisieren. Dieser Vorgang kann einige Minuten dauern.
  2. Kubernetes-Status überprüfen: Nach der Aktivierung kannst du den Status deines lokalen Kubernetes-Clusters überprüfen. Öffne ein Terminal und führe den folgenden Befehl aus:
kubectl version --client

Dieser Befehl zeigt dir die Version des Kubernetes-Clients an. Du kannst auch den Cluster-Status mit folgendem Befehl überprüfen:

kubectl cluster-info

Schritt 4: Ein einfaches Kubernetes-Deployment ausführen

Um sicherzustellen, dass alles korrekt funktioniert, führen wir ein einfaches Kubernetes-Deployment aus.

  1. Beispiel-Deployment erstellen: Erstelle ein Deployment mit dem NGINX-Webserver als Beispiel:
kubectl create deployment nginx --image=nginx

Pod-Status überprüfen: Überprüfe, ob der NGINX-Pod korrekt läuft:

kubectl get pods

Du solltest sehen, dass ein NGINX-Pod im „Running“-Status ist.

Expose-Service erstellen: Um den NGINX-Webserver zugänglich zu machen, erstelle einen Service:

kubectl expose deployment nginx --type=LoadBalancer --port=80

Auf NGINX zugreifen: Du kannst nun auf den NGINX-Webserver zugreifen, indem du die IP-Adresse deines Docker-Containers abrufst und diese im Browser eingibst. Verwende den folgenden Befehl, um die IP-Adresse zu erhalten:

kubectl get service
  1. Der Service wird unter der Spalte „EXTERNAL-IP“ aufgelistet. Wenn dort „<pending>“ steht, kannst du auch localhost verwenden, um auf die Anwendung zuzugreifen.

Schritt 5: Ressourcen verwalten

Um deine Ressourcen in Docker Desktop und Kubernetes effizient zu verwalten, beachte folgende Punkte:

  • Docker- und Kubernetes-Ressourcen zurücksetzen: Wenn du auf Probleme stößt, kannst du Docker und Kubernetes über die Docker Desktop-Einstellungen zurücksetzen.
  • Docker- und Kubernetes-Prozesse überwachen: Verwende das Docker Dashboard, um die laufenden Container und Kubernetes-Ressourcen einfach zu überwachen und zu verwalten.

Fazit

In diesem Tutorial hast du gelernt, wie du Docker Desktop auf Windows 10 mit Kubernetes-Unterstützung installierst. Docker in Kombination mit Kubernetes bietet dir eine leistungsstarke Entwicklungsumgebung, um Container-basierte Anwendungen lokal zu entwickeln, zu testen und zu orchestrieren. Mit dieser Installation bist du bereit, die Vorteile der Containerisierung und der Kubernetes-Orchestrierung zu nutzen.

Viel Erfolg beim Arbeiten mit Docker und Kubernetes!

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